Bonhoeffer-Gymnasium stellt sich den Besuchern vor


Ratingen · Künftige Fünftklässler und ihre Eltern konnten beim Tag der offenen Tür das
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ratingen West entdecken.

Foto: DBG, Schüler präsentieren selbst gebaute Roboter


RP vom 21.11.2022, 14:03 Uhr · 2 Minuten Lesezeit

() „Hier sind ja alle so engagiert dabei. Das ist aber beeindruckend“, staunte eine Mutter beim Besuch des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ratingen West. Und in der Tat waren die Schüler, Lehrer und
Elternvertreter mit Leidenschaft dabei, um ihren Gästen am Tag der offenen Tür ein vielfältiges Programm zu bieten.

Nachdem Uwe Florin (Schulleiter) und Ellen Wolter (neue Erprobungsstufenkoordinatorin) die Besucher mit musikalischer Begleitung der Streicherklasse herzlich willkommen hießen, strömten die Eltern mit ihren Kindern aus, um das Gymnasium zu erkunden. Gerne boten sich die Schülerlotsen aus den sechsten Klassen an, um die Gäste durch „ihr“ Gymnasium zu führen.

Besucher konnten sich auf eine geschichtliche Zeitreise begeben und die interessante Schreibweise von Hieroglyphen kennenlernen oder sich als Sprachforscher in dem Fach Deutsch erproben. Für die kreativen Gäste bot der Kunst-Workshop weihnachtliche Gestaltungsmöglichkeiten an. Während auf Englisch eine versüßende „Cracking Christmas Party“ mit Bastelaktion gefeiert wurde, lockte im Fach Biologie „die Jagd nach Lesser Horseshoe“. Spannende Aufgaben konnten in dem Fachbereich Mathematik gelöst werden. Zudem wurde dort auch das innovative App-Projekt vorgestellt, welches die Schüler unter Anleitung selbst entwickelt hatten.

Bestaunt wurden auch die selbst gestalteten Roboter, die die Schüler in dem Fach Informatik präsentierten. „Bienvenidos“ lautete es im Spanisch-Raum, wo Besucher unter anderem die begehrten Piñatas von der Decke holen durften. Und wer schon einmal seinen Schulweg planen wollte, war in dem Erdkunde-Raum gut aufgehoben. Alle Viertklässler, die „erschnuppern“ wollten, wie es sich als Schüler des DBG anfühlt, konnten
an einem Probeunterricht in den Fächern Französisch und Latein teilnehmen.


Im Eingangsbereich duftete es nicht nur köstlich nach den frisch gebackenen Waffeln der Oberstufenschüler, sondern es gab viele Infostände, die über „digitales Lernen“ oder „gesunde Schule“ informierten. Zudem stellten sich die Elternvertreter, die Schulsozialarbeiterin Shiva Ghadimi, die Schüler-Vertreter und die
unterstützenden Kollegen von Interaktiv vor. Alle Fragen rund um das DBG wurden von Annette Löwenberg (Lehrerin) beantwortet. Und wer eine Pause brauchte, konnte sich an dem legendären Muffin-Buffet vom
Förderverein in der Cafeteria erfreuen.

„Bis jetzt war es super!“, resümierte Niklas, ein junger Besucher, der im Englischraum „king of the day“ wurde.

Joris gewinnt Lesewettbewerb

Vorlesewettbewerb am Bonhoeffer-Gymnasium (rp-online.de)

Am 1. Dezember öffnete sich ein neues Türchen des Adventskalenders am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, denn der Lesewettbewerb klopfte auch in diesem Jahr wieder an die Pforte. Alle KlassensiegerInnen der Jahrgangsstufe 6 kamen zusammen, um ihre Vorlesekünste zu präsentieren.  

In der ersten Runde lasen die SchülerInnen eine Passage aus einem selbst mitgebrachten Buch vor und entführten ihre Zuhörer in verzauberte und abenteuerliche Welten. Auch in diesem Jahr war wieder der kleine singende „Weihnachtsmann“ mit von der Partie und läutete das Ende jeder Runde ein. Die Jury bildeten neben den Deutschlehrkräften SchülerInnen des „DBG-Undercover-Buchclubs“ und Viona aus der 7b, die im Vorjahr den Lesewettbewerb gewonnen hatte. 

Die SechstklässlerInnen machten es der Jury nicht leicht. So wurde es in der nächsten entscheidenden Runde des Wettbewerbs in zweifacher Hinsicht richtig spannend. Die SchülerInnen mussten eine kurze Passage aus einem ihnen unbekannten Buch vorlesen. Dafür hatte sich Petra Korfmacher (Unterstufenkoordinatorin und Organisatorin) passend „Die Weihnachts-Verschwörung – ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln “ von Christian Tielmann ausgesucht.  

Und am Ende dieses spannenden „Krimis“ stand der Sieger fest: Joris aus der Klasse 6c. Er wird im nächsten Jahr für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium beim Stadtentscheid antreten.  

Schülern wird das Lernen leicht gemacht

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium führte jetzt seine drei Methodentage durch. Dabei lernten die Schüler verschiedene Lern- und Arbeitstechniken kennen.

Kann man das Lernen lernen? „Ja klar, wenn man sich an die Methoden hält, kann man sich besser konzentrieren und sich Dinge einprägen“, weiß Leni aus der 7a zu berichten, die sich im Gedächtnistraining übt. „Und jeder hat dabei seine eigene Strategie“, ergänzt ihr Mitschüler Nikola.

Denn so unterschiedlich die SchülerInnen sind, so vielfältig ist auch das Angebot des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums während der drei Methodentage. Losgelöst vom normalen Unterrichtsgeschehen lernen die Schüler an den drei Tagen verschiedene Lern- und Arbeitstechniken kennen, wobei auch die sozialen Kompetenzen gefördert werden.

Dabei orientieren sich die verschiedenen Bausteine an den Bedürfnissen der jeweiligen Jahrgangsstufe. So ist es zum Beispiel für die Oberstufenschüler wichtig, sich Techniken gelungener PC-Präsentationen und wissenschaftlichen Arbeitens anzueignen oder sich im Assessmentcenter, welches von der BEK durchführt wurde, zu erproben. Die jungen Schüler üben sich im sicheren Umgang mit dem Computer und dem Internet, absolvieren einen Vorleseführerschein oder als angehende Chemiker einen Laborführerschein. Aber auch das Thema „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ ist eines der vielen Module, die in der Unterstufe angeboten werden. Wie man sich am besten selbst präsentiert, lernen dann unter anderem die Neuntklässler mithilfe einer Videoanalyse kennen. Und neben den Themen „Kreativitätstechniken“ oder „Suchtprävention“ in der Mittelstufe findet für die 8. Klassen auch ein Workshop zum Thema „Sensibilisierung für und Umgang mit Hass im Netz“ statt, den der Journalist Said Rezek mit den Schüler durchführt.

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bietet mit diesem vielfältigen Methoden-Programm einen wichtigen Anstoß, damit die Schüler selbstständiger und selbstbewusster durchs (Schul-)Leben gehen können.

RP 23.11.2021

„Westhäkchen“ proben ihre Pointen

Bereits seit 1988 wird am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Kabarett gemacht. „Die erste Gruppe hieß Stichlinge“, erinnert sich Heiner van Schwamen zurück. Die Gruppe wollte mit diesem Namen auch privat weitermachen und so wurde ein neuer Name für die Kabaretttruppe gesucht und gefunden: „Westhäkchen“. Seit 1991 trägt die Gruppe diesen Namen und macht ihm alle Ehre.

Lehrer Heiner van Schwamen hat die Leitung und wird dabei tatkräftig von Marius Graf unterstützt. „Es können Schüler ab der 9. Klasse bis zum Abi mitmachen“, erzählt Selina. Anfang des Schuljahres wird ein Casting veranstaltet. „Dabei machen wir verschiedene Theaterübungen“, so Selina. Zum Beispiel wird eine Taxi-Szene improvisiert. „Außerdem erzählen alle, was sie für Interessen haben, welche Talente.“ Denn nicht nur schauspielerisch wird die Kabarettgruppe tätig, es wird auch Musik gemacht oder gefilmt. Am Ende wird demokratisch abgestimmt, wer ein neues Westhäkchen wird. Als nächstes braucht es ein Thema, zu dem das Kabarettprogramm entwickelt wird. „Wir setzen uns zusammen und sprechen über unsere Interessen, was so in der Welt los ist und was wir verändern wollen“, erklärt Yannis und Selina fügt hinzu: „Es ist ein Prozess. Jemand hat eine Idee und wir machen eine Art Mindmap. Jeder wirft etwas rein.“

Danach gibt es Vertrauensübungen, damit sich die „neuen“ und „alten“ Westhäkchen kennenlernen können. In diesem Jahr haben sich die Westhäkchen des Themas „Garten Eden“ angenommen. „Das fängt bei der Schöpfungsgeschichte an, kabarettistisch gesehen, und geht hin bis zu Skinheads“, sagt Selina. „Es sind politische und gesellschaftliche Themen, aber auch private Themen, wie Selbstfindung.“

Natürlich kommt auch die Fridays for Future-Bewegung auf die Bühne. „Wir finden das Thema Klimawandel wichtig und wollten herausstellen, was verschiedene Politiker und Komiker gesagt haben, was nicht richtig ist“, erzählt Cassandra und Mari ergänzt: „Wir haben geguckt, was es dazu für Stimmen in der Welt gibt und dann, was die Schüler an unserer Schule dazu sagen.“ Ein Video ist dabei entstanden. Es ist nicht das einzige, denn seit kurzem ist die Technik-Abteilung in die Westhäkchen-Truppe integriert. So wie Max. „Die Nummern auf der Bühne sind generell mit viel Technik verbunden“, erklärt er, „mit PowerPoint Präsentationen oder Sounds.“

Es gibt Videos, die Szenen einleiten und natürlich das Musikvideo zum Lehrersong, der in diesem Jahr wieder neu konzipiert wurde. „Wir haben ein Lied ausgesucht und den Text abgeändert“, verrät Max. Neben dem Musikvideo gibt es auch selbst komponierte Musik zu hören. „Sowohl Gesang, als auch instrumentale Begleitung“, sagt Hanna. Das Hauptinstrument sei die Gitarre. „Aber auch Klavier und Bass. Es ist recht vielfältig.“

Man darf also sehr gespannt sein auf das neue Programm „Garten Eden“ der Westhäkchen, die inzwischen sogar Fans haben, die nicht aus dem Schulumfeld kommen, was sehr für die Qualität des Kabaretts spricht.

Warum nehmen Schüler all den Stress von Samstagsproben und noch viel mehr auf sich? „Es ist das Umfeld und das Miteinander, was so viel Spaß macht“, sagt Tim.

Quelle