Bonhoeffer-Gymnasium : Chemie in der Schule ist alles andere als Hexerei

Drei Methodentage finden am einzigen Ganztagsgymnasium in Ratingen jährlich statt und vermitteln den Schülern Fähigkeiten und Fertigkeiten, für die im täglichen Unterrichtsgeschehen normalerweise wenig Zeit bleiben.

Dabei überraschte das Lehrerteam, das für die Planung und Organisation der drei Methodentage am DBG zuständig ist, die Schüler dieses Mal auch wieder mit neuen und interessanten Themen und zeigt, dass es vieles gibt, was den Schülern ein breites Feld für neue Erfahrungen bietet und nebenbei auch noch jede Menge Spaß macht.

„Influencer oder Bürojob“ stellte die Schüler der Klasse 8 vor die Fragen: Mit jede Menge Likes zu leicht verdientem Geld? Oder doch lieber ein „sicherer“ Bürojob? Wie sehen wir uns selbst in der Zukunft? Das neue Projekt „Selbstpräsentation und Videoanalyse“ für die Jgst. 9 versuchte den Schülern zu vermitteln, wie man neben dem Inhalt bei Referaten und Vorträgen auch mit einer guten Präsentation überzeugen kann.

Aber auch Altbekanntes wie der Laborführerschein für die Stufe sieben zeigt, dass Chemie keine Hexerei ist. Zum Glück müssen die jungen Chemiker und Chemikerinnen nicht in den Keller von Slytherin zu Professor Snape, sondern sie lernen das Köcheln und Rühren, Tropfen und das Nicht-Abschmecken ohne Gefahren. Wer einen Kittel hat (z.B. altes weißes Oberhemd), sieht dann selber aus wie ein echter Chemiker.

Langweilige Referate waren gestern, so der Wunsch dieses Projekts – der Computer bietet vielfältige Möglichkeiten, einen Vortrag ansprechend zu gestalten, so dass die Zuhörer nicht einschlafen. Bei der PC-gestützten Präsentation geht es während der Methodentage auch – aber nicht nur – um „einfliegende Buchstaben“ und andere Spielereien. Eine gute Präsentation spricht alle Sinne an und lässt den Zuhörer mitdenken.

So manche Präsentationstricks können die DBG-Schüler und Schülerinnen auch später an der Uni oder im Beruf anwenden, da sie dort gängige Praxis sind und als bekannt vorausgesetzt werden. Das Konzept für die Methodentage wurde gemeinsam von Eltern, Lehrern und Schülern entwickelt. (RP)

Schwimmen, rennen, siegen : Bonhoeffer-Kids feiern Erfolge gerade recht zum Ferienstart

Am ersten „Swim and run“-Schulsporttag zählte der olympische Gedanke „Jeder Finisher gewinnt“, sodass jeder Schüler, der über die Ziellinie lief, einen Punkt für die Schule sammelte. Am Ende wurde neben den vorderen Plätzen die teilnehmerstärkste Schule geehrt.

Leider kollidierte der Termin in diesem Jahr mit der traditionellen Abschlussveranstaltung des Ratinger Bonhoeffer-Gymnasiums „Inside“, sodass nur 16 Schüler an den Start gingen. Diese 16  wurden allerdings eine Woche zuvor beim Health Care Day von Georg Mantyk auf den Swim&Run vorbereitet. Dort wurden nicht nur die Strecken abgelaufen, sondern auch die Wechsel geübt. Dies zahlte sich aus: Zuerst erfolgte der Start der Fünftklässler (100m Schwimmen – 1km Laufen). Hier beeindruckte Jan Wirminghaus  und überrundete viele Schüler sogar mehrfach.

Damit landete er mit einem souveränen Vorsprung auf Platz 1 aller Fünftklässler Ratingens. Dicht gefolgt von seinem Mitschüler Valentin Hartmann. Ebenfalls aus der 5. Klasse starteten Leon di Filippo, der sich im guten Mittelfeld platzieren konnte. Hier landete auch Maiara Gülke,die 12. von über 40 Fünftklässlern wurde. Aileen Demirel (Klasse 5) schaffte es sogar auf Platz 3 und strahlte auf dem Siegertreppchen.

Ebenfalls auf den dritten Treppchenplatz schaffte es der Sechstklässler Roman Khanzai, dicht gefolgt von Ezekiel Coronel, Sami Akbaba und Paul Möller, Samuel Schmitt und Jolie Schmidt, die alle in den Top 10 landeten. Anschließend startete Mia Wirminghaus, die wie ihr Bruder souverän gegen erfahrene Triathleten gewann und sogar vor dem ersten Jungen über die Ziellinie lief.

Der für den TTR startende Leon Vollstedt zeigte seine starke Leistung im Wasser und zu Fuß und finishte ebenfalls als erster, gefolgt von seinem Mitschüler Christian Nutz als zweiter aller Neuntklässler.

„Es war ein toller Tag, der neben den Schülern der verschiedenen Altersklassen auch Schüler verschiedener Schulen sowie deren Lehrer zusammenschweißt. Ebenfalls schön war, dass so viele Eltern zur Unterstützung und zum kräftigen Anfeuern mit dabei waren“, so Lehrerin Gobrecht.

Neumann ergänzt zwinkernd: „Im nächsten Jahr werden wir versuchen, mit der ganzen Schule anzureisen und neben so viel guter Qualität auch mit Quantität zu überzeugen!“

RP, 12. Juli 2019

Das Bonhoeffer-Gymnasium in Ratingen plant 50 verschiedene Projekte.

Am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ratingen West findet am 3. Juli erneut ein Health-Care-Day statt, an dem viele jahrgangsstufenübergreifende Angebote von Lehrern, Schülern und außerschulischen Lernpartnern auf die Schüler der Schule warten.

Dass das Thema Gesundheit interessant aufbereitet werden kann, zeigt die Spannung, mit der die ganze Schulgemeinde der Neuauflage des Tages nach dem Jahr 2016 entgegen fiebert. Alle Schülerinnen und Schüler dürfen dann drei Angebote aus einer Vielzahl an Projekten wählen. Man kann sich dabei auf völlig neue Erfahrungen gefasst machen.

Wer hat schon mal an einem Drum Circle teilgenommen und die Rhythmen durch sich hindurch fließen lassen? Wer hat schon einmal Knäckebrot selbst hergestellt oder hat bei „Parcours“ seine Grenzen ausprobiert? Wer ist schon einmal wie ein Yogi auf die Suche nach einer Form von geistigem Frieden und Klarheit, von körperlicher Kraft und Balance gegangen? Fast 50 unterschiedliche Projekte warten insgesamt auf die Schüler und Schülerinnen vom Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium.

Damit am HCD 19 neue Wege betreten und hoffentlich zukünftig auch weiter verfolgt werden können, wäre ein Gewinn bei der Spardaspendenwahl natürlich willkommen.

Alle können dabei helfen: Jeder kann das DBG bei dem Wettbewerb unter „www.spardaspendenwahl.de“ mit  seiner Stimme unterstützen.

RP, 5. Juni 2019

Ratingen : Bonhoeffer-Gymnasium feiert

„Schulhofgespräch“ kam szenisch auf die Bühne. Foto: RP/DBG

Ratingen West (RP) Ganz im Geist seines Namensgebers feiert das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in diesem Jahr sein 40-jähriges Bestehen. „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ – das wohl bekannteste Zitat des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers scheint auch für die Atmosphäre in dieser Schule zu gelten.

Mit einem Festakt – charmant moderiert von Annika Brodin (Abiturientin) und Heinrich Guthoff (Kunstlehrer) stellte sich die Schulgemeinschaft ihren Gästen vor. Keine langen Reden, sondern Darbietungen der Menschen, die das Schulleben prägen, standen hier im Vordergrund.

Zu sehen und zu hören waren ein Schüler- und eigens für diesen Abend gegründeter Lehrerchor, die schuleigene Kabarettgruppe „Westhäkchen“, ein Schulhofgespräch über das Leben des Theologen Dietrich Bonhoeffer, ein Harfenspiel (Barbara Shraven) und eine virtuose Klavieretüde von Khuslem Sukhbaatar. Die SV stellte mit ihrem Lichtbildvortrag heraus, welche Entwicklung das DBG in 40 Jahren vollzogen hat und wie stark die Gedanken Dietrich Bonhoeffers den Schulalltag prägen. Ein Höhepunkt war die Verleihung des Palmenordens an Hedwig Eyermanns durch die französische Generalkonsulin Olivia Berkeley-Christmann. Geehrt wurde ihr Engagement für den seit 35 Jahren bestehenden Schüleraustausch zwischen der Partnerschule in Château-Gontier und dem DBG.

RP, 5. April 2019

BONHOEFFER-GYMNASIUM MIT BESTZEITEN

Das Bonhoeffer-Gymnasium ging mit 50 Läufern an den Start.   Schüler, Lehrer und Eltern nahmen am Neujahrslauf des ASC Ratingen-West teil. 

RATINGEN WEST | (RP) Zum 40. Neujahrslauf des ASC Ratingen-West trafen sich 50 Schüler, Eltern und Lehrer des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, um über verschiedene Distanzen an den Start zu gehen.

Zuerst startete der jüngste „Nachwuchsschüler“ Julian Siemens über 1 km, wofür er gerade einmal 6 Minuten benötigte und damit 5. seiner Altersklasse wurde. Anschließend gingen zwölf Schüler über die 2,1 km lange Distanz an den Start. Hier war Joel Fleer mit knapp unter 11 Minuten schnellster DBGler. Schnellstes Mädchen wurde Xenia Wendt in 11:51 Min. Am weitesten vorne mit einem 6.Platz in ihrer Altersklasse (W10) war die jüngste Teilnehmerin Mina Akbaba.

Auf dem 5 km Volkslauf beeindruckte vor allem der Fünftklässler Jan Wirminghaus, der mit seiner Zeit von gerade einmal 23:28 Min. alle in den Schatten stellte. Knapp dahinter folgten der Neuntklässler Philipp Stelling und der Sechstklässler Ezekiel Coronel, die beide noch unter 24 Minuten blieben und damit auch extrem schnell unterwegs waren. Auch Jans Schwester Mia zeigte, dass Schwimmer auch laufen können und wurde schnellste Schülerin des DBG in 25:24 Min. Ihr folgten Maria Voulkidou in 26:06 Min. und Rebecca Concellon 26:12 Min, die in einem abschließenden Sprint noch einmal alles gaben. Leider gab es für die 5 km-Strecke lediglich eine U18-Wertung, so dass die Kinder aller Altersklassen zusammengewertet wurden, wodurch die jüngeren kaum Chancen gegen die 16- und 17-Jährigen hatten.

Auch der „Ehemalige“ Sven Krämer, der im letzten Jahr sein Abitur gemacht hatte, war wieder mit seiner gesamten Familie am Start und zeigte sich mit der besten Zeit des DBG über 5 km in 21:02 Min. Auch Stefan Stechmesser war mit knapp unter 25 Min. am schnellsten. Die Stärke der Familie Wirminghaus kommt nicht von ungefähr, denn auch Esther Wirminghaus gewann als schnellstes Elternteil den internen DBG-Wettkampf.

Am Ende überzeugte auf der 10 km Strecke vor allem Franco Scheil, der die magische 40 Minuten Grenze unterbot. Auch der Schulpflegschaftsvorsitzende Michael Greven überzeugte wie bisher mit jedem Lauf mit einer soliden Zeit. Auch Familie Concellón, Familie Akbaba und Familie Krämer liefen bei jedem der letzten vier Läufe mit, was zeigt, wie viel Spaß die Wettkämpfe machen können. „Im letzten Jahr starteten wir unseren Lauftreff und nahmen das erste Mal mit etwa 25 Personen am Neujahrslauf teil. Dieses Jahr waren wir schon doppelt so viele und hoffen auf noch mehr Unterstützung in den nächsten Jahren. Es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis, was die Schulgemeinschaft sehr zusammenschweißt“, so Lehrerin und Mitorganisatorin Neumann.

RP, 21.01.2019

BONNHOEFFER-GYMNASIASTEN LAUFEN FÜR PARTNERSCHULE

Ein Stück Nepal-Hilfe kommt aus West

Ratingen Der DBG-Charity Walk 2018 hat 10.400 Euro eingebracht. Adressat der Spende sind Schüler in Kathmandu.

Bereits seit Anfang des Jahres 2017 kooperiert das Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) mit dem Verein „Freundeskreis Nepal”, auf den die SV durch ihren Mitschüler Hendrik Holtmeier aufmerksam gemacht wurde. Bei einem gemeinsamen Treffen mit den Leitern des Vereins und Vertretern der Schülerscha sowie Frau Lacerenza (SV-Lehrerin) konnten sich alle kennenlernen und waren so begeistert von dem Projekt, dass schnell klar wurde, dass auch die Einnahmen des alljährlich stattfindenden Charity Walks dort eine sinnvolle Verwendung finden würden.

Die Idee, einen Bus für die Schulkinder der Motherland School zu kaufen, die, um zur Schule zu kommen, einen einstündigen Fußweg bewältigen müssen, kam von der SV des DBG. Und so wurde dieser Plan jetzt tatsächlich mit den Spendengeldern aus dem Charity Walk 2017 in die Tat umgesetzt. Die Perspektive nach dem Besuch aus Ratingen: Sauberes Trinkwasser wird weiterhin dringend benötigt. Spendengelder könnten also für eine saubere Trinkquelle und für die Toiletten, die erneuert werden müssten, verwendet werden.

Damit die nepalesischen Schüler auch einen Einblick in das Schulleben am DBG bekommen konnten, drehte die SV einen Kurzfilm und schickte darin auch persönliche Nachrichten und Wünsche mit. Außerdem besuchten einige Schüler des DBG das Nepalfest 2017 in Münster, welches vom ,,Freundeskreis Nepal” organisiert wurde. Es wurde traditionelle nepalesische Musik gespielt und gesungen, es gab Kuchen, Kaffee und Spiele für die Kinder wie z.B. Sackhüpfen. Das Highlight des Festes war die der Bericht einer nepalesischen jungen Frau, die mithilfe der Organisation eine Ausbildung zur Krankenschwester absolvieren konnte, um nun mit ihren Kenntnissen den Menschen in Nepal zu helfen. Der ,,Freundeskreis Nepal” besuchte das DBG am Tag der offenen Tür 2017, um den Spendern und Schülern mittzuteilen, wofür ihr Geld verwendet wird und allgemein über das Projekt zu informieren. In den Winterferien 2017 fuhr Nisha Gurung, DBG-Schülerin, dann mit ihrer Familie nach Nepal, um dort Familienangehörige zu besuchen und mit ihnen das Neujahrsfest zu feiern. Dies war außerdem eine Gelegenheit, die Motherland School in Kathmandu, der Hauptstadt Nepals, persönlich kennenzulernen.

Das hat sie erlebt: „Als ich mit meiner Familie und meiner Tante an der Schule ankam, wurden wir herzlichst von dem Direktor, Bijula Shresta, und zwei weiteren Lehrern empfangen. Zur Begrüßung überreichten sie uns Obst, legten uns einen Gebetsschal um und gaben uns ihren Segen. Daraufhin wurde uns die Schule und ihre Ausstattung gezeigt. Für die dortigen Verhältnisse erschien mir dir Schule zunächst modern, was wahrscheinlich nur durch den Verein ,Freundeskreis Nepal’ und andere Spenden ermöglicht werden konnte. Der Direktor präsentierte uns stolz den Naturwissenschaftsraum, der gerade erst neu erbaut wurde. Für uns wäre dieser Raum renovierungsbedürig, doch für die Schüler in Nepal ist dieser ein Privileg, ebenso wie der kleine Computerraum. Zudem hatten wir die Möglichkeit, die Schüler der einzelnen Klassen kennenzulernen. Jedes Mal, wenn wir ein Klassenzimmer betraten, standen die Schüler sofort auf und begrüßten uns mit einem ,,Namaste”.

Zwar waren die Schüler sehr schüchtern und redeten kaum, doch ihre Dankbarkeit war deutlich zu spüren. Nach der Schulführung setzten wir uns alle gemeinsam mit dem Direktor und den zwei Lehrern ins kleine Lehrerzimmer, wo uns Tee und eine Kleinigkeit zu essen angeboten wurde. Der Direktor Bijula Shresta erzählte uns, dass er die Schule vor 28 Jahren gegründet hat. Neben der Motherland School (Secondary School) befindet sich dort ebenfalls eine Grundschule. Auf beiden Schulen befinden sich Schüler der Klassen 1-10. Die meisten stammen aus der niedrigen Kaste ,,Newari”, deren Volk vor allem in Kathmandu ihr Zuhause findet. Beide Schulen teilen sich einen schönen Spielplatz, der ebenfalls vom „Freundeskreis Nepal” finanziert wurde. Die Schüler können neben Nepali Englisch lernen. Um eine weitere Sprache zu lernen, fehlt häufig das Geld und die nötigen Lehrkräe. Jedoch können die Schüler das Fach „Accounting” belegen, das man mit Buchhaltung vergleichen kann.

RP

Gymnasium in Ratingen: Motto verstößt gegen Markenrecht – Abmahnung für Abi-Party

Ratingen Ratinger Gymnasiasten haben mit dem Namen für ihre Vorabiturfeier gegen das Markenrecht verstoßen. Deswegen mussten sie 3100 Euro Strafe zahlen. Ein Einzelfall ist das nicht. Fachanwälte raten Abiturienten zur Vorsicht.Von Christian Schwerdtfeger Die Vorbereitungen für die große Vorabiturfeier der 12. Jahrgangsstufe (G8) des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ratingen sind so gut wie abgeschlossen. Eine Räumlichkeit ist gefunden, die Feier ist terminiert, für Getränke ist gesorgt, und es gibt auch einen Namen für die Party. „Projekt X – one last time“ soll die Veranstaltung heißen. In den sozialen Netzwerken wie Facebook werben die Schüler dafür. Mit den Einnahmen wollen sie ihren Abi-Ball finanzieren.

Doch plötzlich erhalten die Schüler ein Schreiben der „Novus Booking GmbH“ mit Sitz in Ergolding. „Sie wiesen uns darauf hin, dass wir durch das Motto unserer Party mehrere ihrer bei dem Deutschen Marken- und Patentamt (DPMA) eingetragenen Schutzmarken verletzen würden“, sagt Fabian Rogall. Der 19-Jährige und seine Mitschüler sollen deshalb an die Firma 2600 Euro netto zahlen. Sollten sie nicht Kontakt zu der Firma aufnehmen, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen, „kündigten sie rechtliche Schritte und einen Stopp der Veranstaltung durch Beantragung einer einstweiligen Verfügung an“, sagt Rogall. Die Schüler holen sich Hilfe bei einer Anwältin für Urheberrecht. „Sie hat uns gesagt, dass wir um die Zahlung nicht herumkommen werden, weil wir gegen das Markenrecht verstoßen haben.“ Die 12. Jahrgangsstufe überweist schließlich 3100 Euro brutto an „Novus Booking GmbH“. Geld, das die Schüler eigentlich gar nicht haben und das ihnen jetzt ein großes Loch in die Abiturkasse gerissen hat.

Neue Dreifach-Sporthalle, mehr Klassenräume fürs Schulzentrum Ratingen West Schulzentrum West wird erweitert

Ratingen West. Die Stadt will 15 bis 16 Millionen Euro in das Projekt stecken – mit neuer Sporthalle und neuen Klassenzimmern. Das Schulzentrum West ist längst zu eng geworden – nun will die Stadtverwaltung unter anderem zusätzliche Klassenräume schaffen. Sie sollen mit einem Neubau der Turnhalle und auf dem bestehenden Verwaltungsgebäude der Martin-Luther-King-Gesamtschule entstehen. Endgültig vom Tisch sind damit die Pläne, den Parkplatz und oder den benachbarten Bolzplatz für die Erweiterung zu opfern: Das hatte bereits der Bau- und Vergabeausschuss abgelehnt. Unterm Strich will die Stadt für diesen großen Wurf etwa 15 bis 16 Millionen Euro bereit stellen. Die Verwaltung drückt aufs Tempo, will die ersten Arbeiten an das Architekturbüro vergeben, das die ersten Entwürfe vorgelegt hat.

Alle Einrichtungen sollen von der Sanierung und Erweiterung des Zentrums profitieren. Mehrere Varianten standen zur Auswahl, alle Beteiligten haben sich auf die Variante 5 geeinigt. So hatte sich bei den Voruntersuchungen herausgestellt, dass die beiden etwa 40 Jahre alten Turnhallen von Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) und Käthe-Kollwitz-Realschule (KKS) nicht mehr zu retten sind: Nur noch Rohbau und Fassade könnte man erhalten. Weil auch Asbest und sogenannte Künstliche Mineralfasern (KMF) gefunden wurden, kommt für die Experten nur ein Abriss und Neubau als sinnvolle Lösung in Frage. Derzeit müssen Schüler teilweise in die Turnhalle an der Gothaer Straße ausweichen.

Foto: Blazy, Achim (abz) Von Joachim Preuß