Am 1. Dezember öffnete sich ein neues Türchen des Adventskalenders am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, denn der Lesewettbewerb klopfte auch in diesem Jahr wieder an die Pforte. Alle KlassensiegerInnen der Jahrgangsstufe 6 kamen zusammen, um ihre Vorlesekünste zu präsentieren.
In der ersten Runde lasen die SchülerInnen eine Passage aus einem selbst mitgebrachten Buch vor und entführten ihre Zuhörer in verzauberte und abenteuerliche Welten. Auch in diesem Jahr war wieder der kleine singende „Weihnachtsmann“ mit von der Partie und läutete das Ende jeder Runde ein. Die Jury bildeten neben den Deutschlehrkräften SchülerInnen des „DBG-Undercover-Buchclubs“ und Viona aus der 7b, die im Vorjahr den Lesewettbewerb gewonnen hatte.
Die SechstklässlerInnen machten es der Jury nicht leicht. So wurde es in der nächsten entscheidenden Runde des Wettbewerbs in zweifacher Hinsicht richtig spannend. Die SchülerInnen mussten eine kurze Passage aus einem ihnen unbekannten Buch vorlesen. Dafür hatte sich Petra Korfmacher (Unterstufenkoordinatorin und Organisatorin) passend „Die Weihnachts-Verschwörung – ein Weihnachtskrimi in 24 Kapiteln “ von Christian Tielmann ausgesucht.
Und am Ende dieses spannenden „Krimis“ stand der Sieger fest: Joris aus der Klasse 6c. Er wird im nächsten Jahr für das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium beim Stadtentscheid antreten.
Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium führte jetzt seine drei Methodentage durch. Dabei lernten die Schüler verschiedene Lern- und Arbeitstechniken kennen.
Kann man das Lernen lernen? „Ja klar, wenn man sich an die Methoden hält, kann man sich besser konzentrieren und sich Dinge einprägen“, weiß Leni aus der 7a zu berichten, die sich im Gedächtnistraining übt. „Und jeder hat dabei seine eigene Strategie“, ergänzt ihr Mitschüler Nikola.
Denn so unterschiedlich die SchülerInnen sind, so vielfältig ist auch das Angebot des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums während der drei Methodentage. Losgelöst vom normalen Unterrichtsgeschehen lernen die Schüler an den drei Tagen verschiedene Lern- und Arbeitstechniken kennen, wobei auch die sozialen Kompetenzen gefördert werden.
Dabei orientieren sich die verschiedenen Bausteine an den Bedürfnissen der jeweiligen Jahrgangsstufe. So ist es zum Beispiel für die Oberstufenschüler wichtig, sich Techniken gelungener PC-Präsentationen und wissenschaftlichen Arbeitens anzueignen oder sich im Assessmentcenter, welches von der BEK durchführt wurde, zu erproben. Die jungen Schüler üben sich im sicheren Umgang mit dem Computer und dem Internet, absolvieren einen Vorleseführerschein oder als angehende Chemiker einen Laborführerschein. Aber auch das Thema „Selbstbehauptung und Selbstverteidigung“ ist eines der vielen Module, die in der Unterstufe angeboten werden. Wie man sich am besten selbst präsentiert, lernen dann unter anderem die Neuntklässler mithilfe einer Videoanalyse kennen. Und neben den Themen „Kreativitätstechniken“ oder „Suchtprävention“ in der Mittelstufe findet für die 8. Klassen auch ein Workshop zum Thema „Sensibilisierung für und Umgang mit Hass im Netz“ statt, den der Journalist Said Rezek mit den Schüler durchführt.
Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium bietet mit diesem vielfältigen Methoden-Programm einen wichtigen Anstoß, damit die Schüler selbstständiger und selbstbewusster durchs (Schul-)Leben gehen können.
Ratingen · Seit rund 30 Jahren nehmen Schüler des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums aktuelle Geschehnisse kabarettistisch aufs Korn und haben sich als Westhäkchen auch jenseits von Ratingen einen Namen gemacht. Jetzt naht der letzte Auftritt.
RP 04.10.2021, 14:06 Uhr 4 Minuten Lesezeit
Foto: In wechselnder Besetzung begeisterten die Westhäkchen – hier bei einer Probe im vergangenen Jahr – die Zuschauer. Foto: Blazy, Achim (abz)
Von Andrea Bindmann
Das Bonni und die Kabarettgruppe Westhäkchen sind untrennbar miteinander verbunden. Nach einigen Irrungen um einen Namen – 1989 traten die Schüler als Stichlinge auf, kurze Zeit später als New Fish on the Block – standen die Schüler schließlich seit 1992 als Westhäkchen auf der Bühne. Aus der Taufe gehoben von Heiner van Schwamen, früher Lehrer am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium, eroberte die junge Truppe nach und nach nicht nur die Bühnen in Ratingen, sondern wetteiferte auch mit Profis auf Festivals jenseits der Stadtgrenzen um die Gunst der Zuschauer. Mit Erfolg. Die Westhäkchen durften sich mehr als einen Preis ins Regal stellen.
Jetzt aber soll Schluss sein. Im November hebt sich ein letztes Mal der Vorhang für die so erfolgreiche Schülertruppe. Uwe Florin, Schulleiter am Bonni erklärt warum: „Seit drei Jahren ist Heiner van Schwamen, der die Gruppe betreut hat, in Pension. Solange an unserer Schule noch Bedarf bestand, stand er für einige Stunden pro Woche unter Vertrag.“ Inzwischen sind Stellen jedoch neu besetzt, van Schwamen unterrichtet nicht mehr. „Aus der aktuellen Truppe besuchen noch drei Schüler das Gymnasium. Und auch diese stehen kurz vor dem Abitur“, ergänzt Marius Graf, Lehrer an der Schule. Spätestens, wenn diese Schüler ihren Abschluss in der Tasche haben, bedeutet dies das Aus für die Westhäkchen. Neurekrutierungen gibt es nicht.
Info: Der letzte Bühnenauftritt der Westhäkchen
„Alles, was geht“ heißt das Programm, mit dem die Westhäkchen am Samstag, 20. November, ab 19.30 Uhr beim Kulturkreis Hösel im evangelischen Gemeindesaal Hösel auf der Bühne stehen. Anmeldung auf der Internetseite des Kulturkreises.
Der Erfolg der Truppe hatte durchaus Strahlkraft für die Schule und für den Stadtteil: „Heiner van Schwamen wollte nicht nur die Schüler fördern, sondern auch West“, so Uwe Florin. 30 Jahre lang gab es jedes Jahr ein neues Programm, „immer aktuell“, so Florin. Viele ehemalige Mitglieder hielten auch nach ihrem Abitur und somit nach dem Ausscheiden aus der Gruppe Kontakt. „Die Außenwirkung der Westhäkchen war für die Schule sehr wertvoll, insbesondere mit Blick auf die Schülerwerbung.“
Heiner van Schwamen gründete vor rund 30 Jahren die Westhäkchen. Foto: Blazy, Achim (abz)
Heiner van Schwamen kann das bestätigen. „Es gab Schüler, die zum Bonni kommen wollten, nur um Teil der Westhäkchen zu werden.“ Ein wenig traurig ist er schon, dass die Tage seines „Werkes“ nun gezählt sind. „Ich habe zuletzt zwei siebte Klassen unterrichtet. Da gab es einige Schüler, die ich gerne gefördert hätte. Schon ab der fünften Klasse habe ich immer genau hingeschaut, wer Potenzial haben könnte.“
Die kreative Förderung der Schüler am Bonhoeffer-Gymnasium soll keineswegs ein Ende haben. Marius Graf, der van Schwamen schon ein Jahr lang bei der Betreuung der Westhäkchen unterstützt hat, will auch künftig Kleinkunst in Arbeitsgemeinschaften etablieren. „Das kann Kabarett sein, aber auch musikalisch gefärbt. Denkbar wären auch Filmprojekte“, so der Lehrer. Nach den Herbstferien will er nach Schülern suchen, die Lust und Potenzial mitbringen. „Vielleicht haben wir schon im kommenden Jahr wieder eine Aufführung an der Schule“, hofft Florin.
Im Rahmen des Offenen Ganztags seien Arbeitsgemeinschaften unerlässlich, sagt auch Schulleiter Florin. Das Bonni hat hier ein breit gefächertes Angebot auf die Beine gestellt. Es reicht von Computer- und Forscher-AGs über Sport, Zirkus, Garten, eine Schreibwerkstatt oder Kreatives. „Hier können Schüler ihre Stärken ausloten, Sozialkompetenz erwerben und Selbstbewusstsein tanken.“ Neben den Kenntnissen, die die Schüler in den jeweiligen Fächern erwerben, sollen diese Fertigkeiten die jungen Leute stark machen für das Leben nach der Schule.
Van Schwamen fühlt sich derweil noch gar nicht als Pensionär. „Ich will nicht untätig sein“, sagt der leidenschaftliche Westler. Der letzte Auftritt der Westhäkchen ist für ihn kein Abgesang, sondern vielmehr der Auftakt für ein neues Projekt. Tatsächlich sieht er in der Tatsache, dass sich jetzt eine Kabarett- oder Theatergruppe jenseits der Schule treffen kann, als Chance.
„Es gab immer Schüler, die Lust gehabt hätten, weiterzumachen“, so van Schwamen. Sie treffen sich derzeit regelmäßig im Kulturloft Am Sandbach. „Die Proben laufen schon“, verrät van Schwamen vielversprechend. War das Ensemble früher als Arbeitsgemeinschaft ausschließlich Schülern des Bonhoeffer-Gymnasiums vorbehalten, steht die Gruppe künftig allen offen, die künstlerisch aktiv sein wollen.
„Wir schreiben eine neue Geschichte, wenn auch in veränderter Form“, so van Schwamen. „Ich bin nicht mehr Lehrer, sondern Regisseur und Ideengeber, auch wenn viel von den Mitgliedern selbst kommt. Es gibt neue Impulse. Nur den Namen Westhäkchen, den wird es nicht mehr geben.“ Schulleiter Uwe Florin hätte gar nichts dagegen, wenn van Schwamen dem Namen neues Leben einhauchen würde. Der ehemalige Bonni-Lehrer kann sich mit dem Gedanken nicht anfreunden. Ein neues Projekt soll auch einen neuen Namen tragen. Und so bleibt es dabei: Die Ratinger Westhäkchen haben im November ihren letzten Auftritt.
Ratingen · „Gemeinsam etwas bewegen“ war das Motto am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium. Alle Schüler und Lehrer waren ambitioniert auf den Beinen, um ihre nepalesische Partnerschule in Kathmandu, die Motherland School, bereits zum dritten Mal mithilfe eines Charitywalk zu unterstützen.
RP 21.09.2021, 13:28 Uhr 2 Minuten Lesezeit
Der Schulleiter Uwe Florin eröffnete den Charitywalk durch ein symbolisches Durchschneiden des Startbandes. Und dann ging es bei strahlendem Sonnenschein erst einmal Richtung „Grüner See“. In einzelnen Gruppen aufgeteilt liefen die Schüler mit Begleitung rund 8,5 Kilometer, um für die nepalesischen Kinder möglichst viele Spendengelder zu erlaufen. Dabei passierten sie 14 Stationen, die ein abwechslungsreiches Programm boten und bei denen auch Fragen rund um Nepal gelöst werden mussten. Alle Schüler hatten sich im Vorfeld Sponsoren gesucht, die sie für ihren Lauf mit einer kleinen oder größeren Spendensumme, pauschal oder per Kilometergeld, unterstützen.
Barbara Rosengarten, Martin Holtmeier und Jonas Beckmann vom „Freundeskreis Nepal“ besuchten das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium an diesem Tag. Sie waren für alle Fragen offen und berichteten von den Anfängen des „Freundeskreises Nepal“, von der Kultur, aber auch von den Zuständen in Kathmandu und vor allem von den nepalesischen Schülern. Jonas Beckmann konnte sich erst kürzlich im April dieses Jahres bei einem Besuch in Kathmandu einen Eindruck vor Ort verschaffen. Das Geld wird ohne Umwege für die Schulen eingesetzt, um für die nepalesischen Kinder einen Raum des Lernens zu ermöglichen – sei es durch ein Schuldach, einen Filter für frisches Trinkwasser oder einen Schulbus, der mithilfe der Spenden des DBGs bereits angeschafft werden konnte.
In diesem Jahr wurde zusammen mit der Motherland School entschieden, dass die Erlöse des DBG-Charitywalk einer benachbarten Partnerschule, der Srijanshil Rehabilitation School, in Kathmandu zugutekommen sollen. Mit den Einnahmen wird es ermöglicht, nepalesischen SchülerInnen mit Behinderungen durch den Besuch einer Schule eine Chance zu bieten, zukünftig besser am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.
Mithilfe des laufwilligen Einsatzes aller SchülerInnen und LehrerInnen des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums sowie der perfekten Organisation von Saskia Neumann und André Edenharter (SV-Lehrkräfte am DBG) kommt man diesem Ziel „Schritt für Schritt“ näher.
Foto: Die Klasse 6 c des Dietrich-Bonnhoeffer-Gymnasiums startete beim Charity Walk für Nepal. Foto: DBG
Ratingen · Für den Start des Schulbetriebs haben zwei Gymnasien umfangreiche Schutzmaßnahmen getroffen.
RP 21.04.2020, 14:27 Uhr 3 Minuten Lesezeit
Von David Bieber
Am Donnerstag beginnt nach einer mehr als einem Monat langen Zwangspause die Schule wieder. Dann werden die Schulen erstmals für Abschlussprüflinge und Abiturienten geöffnet. Dies betrifft dem Ministerium zufolge bis zu 390.000 der rund 2,5 Millionen Schüler im Land. Für Abiturienten ist der Schulbesuch allerdings freiwillig, weil sie ihr Unterrichtspensum ohnehin nahezu vollständig abgeleistet hätten.
Wir haben bei den Schulleitern zweier großer Ratinger Gymnasien nachgefragt, was sie vom Schulstart für einige Schüler in dieser Woche halten und vor allem, welche Schutzmaßnahme sie treffen, um den Schulstart so sicher wie möglich für Lehrer und Schüler zu machen.
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
Uwe Florin ist Schulleiter am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium (DBG) in Ratingen West. Er findet, dass der Schulstart am Gymnasium für die Abiturienten, der wegen der Freiwilligkeit keiner sei, einen nicht zu unterschätzenden sozialen Wert habe. „Er ist aber sonst eher Kosmetik, da kein Regelunterricht mehr stattfindet und alle Zulassungsdaten feststehen“,sagt Florin.
Derzeit würden das Schulgebäude und die benutzbaren Räume „im Sinne des Infektionsschutzgesetzes vorbereitet werden“. Zudem würde das „Lernen auf Distanz“ für die übrigen Schülergruppen organisiert, erklärt Florin.
Um die betreffenden Schüler und Lehrkräfte in die Wiederaufnahme des Schulbetriebs sowie auf Prüfungen nach den Vorgaben des Infektionsschutzes vorzubereiten und einzuweisen, erfolgten jeweils erste Besprechungen. Es werde auch fortwährend über den virtuellen oder materialgestützten Fernunterricht beraten und dieser bei Bedarf auch modifiziert, sagt Florin.
„Bei Bedarf gibt es auch unbürokratischen Meinungsaustausch und Beratungsangebote im Kontext der Corona-Gefährdung – besonders für die Schüler“, erklärt DBG-Schulleiter Uwe Florin.
Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium
„Wir finden es richtig, dass den Abiturienten die Möglichkeit gegeben wird, sich im Präsenz-Unterricht auf die bevorstehenden Prüfungen vorzubereiten“, erklärt die Schulleiterin Andrea El Sherif.
Das Carl Friedrich von Weizsäcker-Gymnasium in Ratingen Mitte habe zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um dem Infektionsschutzgesetz Rechnung zu tragen. „Der Unterricht findet in kleinen Gruppen statt, er beginnt und endet zeitversetzt, damit sich die Schüler nicht in den Fluren und an den Eingängen begegnen, und es gibt keine Raumwechsel im Laufe des Tages. In den Räumen, die optimal auf das gesamte Gebäude verteilt sind, stehen die Tische mindestens 1,5 Meter auseinander, häufig auch noch deutlich weiter, sodass die Abstandsregeln eingehalten werden können“, erklärt El Sherif. In allen Klassenzimmern und Räumen der Schule gebe es die Möglichkeit zum Händewaschen. Neben der Vorbereitung der Räume sei auch für „jeden Schüler ein individueller Plan ausgearbeitet worden, wann er in welchem Raum an welchem Tag Unterricht“ habe, erklärt die Schulleiterin. „Allen Abiturienten sowie dem Kollegium sind die Hygieneregeln schriftlich mitgeteilt worden, damit sie beachtet werden.“ Das Gymnasium werde darüber hinaus täglich gereinigt und Kontaktflächen würden desinfiziert, erklärt El Sherif.