Am 6. Mai besuchten die Blog-AG und der Buchclub die Druckerei der Rheinischen Post in Düsseldorf. Insgesamt nahmen 35 Schüler*innen sowie ihre beiden Lehrerinnen, Frau Blum-Campa und Frau Esser, an diesem Ausflug teil. Für die Mitglieder beider AGs war die Exkursion besonders interessant und informativ.
Für die Anreise nutzten wir öffentliche Verkehrsmittel (Bus und U-Bahn), um die Rheinische DruckMedien GmbH in Düsseldorf zu erreichen. Jeder Teilnehmerin zahlte dafür einen Eigenanteil von 3 Euro und musste vorab eine Einverständniserklärung abgeben, um an dem Ausflug teilnehmen zu können.
Zu Beginn der Führung erfuhren wir erst einmal Wissenswertes über die Geschichte der Rheinischen Post. Die Zeitung wurde 1946 von drei Familien gegründet. Einer der Gründer war Dr. Karl Arnold, der spätere erste Ministerpräsident Nordrhein-Westfalens. In den Anfangsjahren hatte die Zeitung lediglich zwei Seiten (siehe Foto). Die Fotos unten zeigen die ersten Druckmaschienen und sind im Museum der Rheinischen Post ausgestellt. In den folgenden Jahren wurden die Inhalte immer weiter ausgebaut. Mitte der 1980er-Jahre begann die Rheinische Post außerdem mit dem Aufbau ihrer Online-Präsenz. Daraus entstand später RP- Online. Heute wird das digitale Angebot sogar häufiger genutzt als die gedruckte Zeitung.
Den Schüler*innen wurde außerdem erklärt, wie die Rheinische Post wirtschaftlich arbeitet. Dabei erfuhren wir, welche Kosten bei der Produktion einer Zeitung entstehen und welche Rolle Werbeanzeigen spielen. Da Anzeigen einen wichtigen Teil der Einnahmen ausmachen, sind sie für die Finanzierung der Zeitung unverzichtbar. Eine Anzeige über eine ganze Seite der Zeitung kostet 70 000Euro. Wenn man nämlich die Produktionskosten rechnet, müsste die Zeitung alleine deswegen schon 5 Euro kosten. Für uns am Kiosk kostet sie aber nur 2,90 Euro.
Anschließend erhielten wir eine Führung durch den Produktionsbereich. Zunächst wurde gezeigt, wo das Papier für die Zeitungen gelagert wird und wie die großen Papierrollen verarbeitet werden. Jede Rolle enthält mehr als 17 Kilometer Papier und wiegt etwa 1,5 Tonnen (siehe Fotos unten). Deshalb werden sie nicht von Menschen, sondern von speziellen Robotern transportiert. Mitarbeitende unterstützen lediglich beim Vorbereiten und Anschneiden der Rollen, bevor diese zu den Druckmaschinen gebracht werden.
Besonders beeindruckend waren die riesigen Druckmaschinen. Die Rheinische Post produziert damit täglich zwischen 300.000 und 400.000 Zeitungen. Dafür kommen mehrere Druckmaschinen zum Einsatz, die große Mengen Druckfarbe verbrauchen. Die ältere der Maschinen ist etwa 60 Meter lang und erstreckt sich über vier Etagen. Bei voller Leistung können bis zu 80.000 Zeitungen pro Stunde gedruckt werden. Während des Druckvorgangs sind die Vibrationen der Maschinen deutlich im Gebäude spürbar. Nach dem Druck werden die Zeitungen automatisch gefaltet und innerhalb weniger Minuten für den Transport vorbereitet (siehe Foto unten).
Für die Schüler*innen des Buchclubs und der Blog-AG, die regelmäßig Beiträge für die DBG-Homepage verfassen, war dieser Ausflug eine spannende Abwechslung und eine interessante Möglichkeit, mehr über die Entstehung von Zeitungen und journalistische Arbeit zu erfahren.
Merthan Özgüneyli und Julian S./Blog-AG




