Lehrerinnen und Lehrer leisten täglich viel mehr, als nur zu unterrichten, denn darüberhinaus gehören auch die Vorbereitung von Stunden, das Korrigieren von Arbeiten sowie Gespräche mit Eltern und Kollegen zu ihren Aufgaben. Dadurch entstehen oft lange Arbeitstage, die über die eigentliche Schulzeit hinausgehen.
Auch im Unterricht selbst stehen Lehrkräfte vor großen Herausforderungen. Schülerinnen und Schüler haben unterschiedliche Leistungsniveaus, Lernbedürfnisse und teilweise auch soziale Probleme. Auf all diese Unterschiede einzugehen, erfordert viel Geduld, Zeit und Engagement. Gleichzeitig besteht ein hoher Druck, gute Leistungen zu erzielen und den Lehrplan einzuhalten.
Zusätzlich spielt die emotionale Belastung eine wichtige Rolle. Lehrerinnen und Lehrer sind oft auch Ansprechpartner bei Konflikten oder persönlichen Problemen und tragen damit viel Verantwortung.
Ich habe 16 Lehrer und Lehrerinnen am DBG befragt, davon 10 Lehrerinnen und 6 Lehrer. Ich stellte ihnen zwei Fragen: Was ihnen am meisten an ihrem Job gefällt und was sie besonders belastend finden. Jeder von ihnen hatten für jede Frage 3 Antwortmöglichkeiten, auch Mehrfachantworten waren dabei möglich.
Mögliche Antworten für die erste Frage, was ihnen am meisten gefällt an ihrem Beruf, waren Kindern etwas beibringen, Ferien, ihre Bezahlung/Verbeamtung, ihre Zusammenarbeit mit Kindern oder weil sie sich für ihre Fächer, die sie unterrichten, interessieren. Neun von 16 Lehrern gefällt besonders an ihrem Job, dass sie Kindern etwas beibringen können. Viele Lehrer berichteten, dass es sie besonders glücklich macht, wenn sie Kindern etwas Sinnvolles vermitteln können. Sechs Lehrer waren der Meinung, dass ihre Ferien einer der besten Dinge an ihrem Job sind, fünf Lehrer jedoch aufgrund ihrer Bezahlung und sieben Lehrer wegen der Zusammenarbeit mit Kindern. Neun Lehrer wählten ihren Job, da sie sich für ihre Fächer, die sie unterrichten, besonders interessieren.
Mögliche Antworten, was an ihrem Job belastend ist, waren der Lärm der Kinder, unerzogene Kinder, die fehlende Mitarbeit von Eltern, Respektlosigkeit, Schüler hören nicht zu und Kinder haben keine Lust und Arbeitsbelastung. Mit Arbeitsbelastung ist gemeint, dass Lehrer nie ein Geühl von Frei haben, also dass sie nach der Schule weiter arbeiten müssen Unterricht vorbereiten, Arbeiten korrigieren, Eltern antworten…
Neun Lehrer sind der Meinung, dass der Lärm sehr schlimm für sie ist, fünf Lehrer denken, dass es einige unerzogene Kinder gibt. Tätsächlich ist kein Lehrer der Meinung, dass die Mitarbeit der Eltern fehlt oder dass die Kinder respektlos sind. Acht Lehrer sagen, dass Schüler nicht zuhören und drei Lehrer sagen, dass die Kinder keine Lust auf Schule haben. Sechs Lehrer habe das Gefühl nie frei zu haben.
Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass die meisten Lehrer ihren Beruf aus den richtigen Gründen ausgewählt haben: Sie möchten Kindern etwas beibringen, das ihnen in ihrem zukünftigen Leben hilfreich sein soll. Als größte Belastung empfinden Lehrer den Lärm im Schulalltag und dass ihre Schüler nicht zuhören.
Wenn sich Lehrer nach einem stressigen Schultag etwas entspannen wollen, legen sie sich meistens auf die Couch. Frau Pannen geht beispielsweise gerne reiten oder Frau Esser joggt und macht Yoga.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Lehrerbelastung ein ernstes Thema ist, auch wenn wir Schüler meistens nichts davon mitbekommen.
Dania Amin Rashany/Blog-AG