Immer wieder erwischen Lehrkräfte Schülerinnen und Schüler dabei, dass sie auf den iPads spielen. Dadurch entsteht die Frage, ob die iPads im Schulalltag wirklich eine Hilfe sind oder eher vom Lernen ablenken.
Die neuen iPads wurden angeschafft, um den Schulalltag zu erleichtern. Durch sie müssen die Schülerinnen und Schüler weniger Bücher und Hefte mit sich tragen und lernen auch mit der Technik, den elektronischen Geräten, umzugehen und die digitalen Medien sinnvoll zu nutzen. Es handelt sich bei den DBG iPads um iPads mit dem A16-Chip, ein sehr aktuelles Modell, das die neuesten Programme und Versionen unterstützt.
In einer Umfrage an unserer Schule, an der ein Fünftel der 5. und 6. Klassen teilgenommen hat, gaben 53% der Schüler an, dass sie ohne die Erlaubnis der Lehrkräfte nicht spielen. Die übrigen 47% nutzen die Geräte gelegentlich zum Spielen, meist auf einer Website namens Poki. Die Schule hat jedoch bereits Maßnahmen ergriffen und viele Spiele-Webseiten gesperrt.
Trotz dieser Problematik bewerten viele Schülerinnen und Schüler die iPads positiv. Rund die Hälfte der Befragten möchte vollständig digital arbeiten, also digital schreiben und ausschließlich mit E-Books lernen.
Studien zeigen jedoch unterschiedliche Ergebnisse. Eine Studie aus Würzburg besagt, dass iPads die Motivation und die schulischen Leistungen fördern können. Viele andere Untersuchungen kommen hingegen zu dem Ergebnis, dass digitale Geräte im Unterricht eher ablenken und dass Kinder durch handschriftliches Schreiben besser lernen.
Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass der Einsatz von iPads im Unterricht sowohl Vorteile als auch Nachteile mit sich bringt. Die Umfrage an unserer Schule sowie verschiedene Studien zeigen, dass digitale Geräte unterschiedlich wahrgenommen und genutzt werden. Entscheidend ist daher, wie die iPads im Unterricht eingesetzt werden und welche Regeln dabei gelten.
Edward Fiedler/Blog AG