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Jahrgangsstufe 9

Hausinternes Curriculum – Geschichte Sekundarstufe I – Jahrgangsstufe 9
 
 
Stoffversteilungsplan für 70 Unterrichtsstunden (Kurzübersicht)
Innerhalb der jeweiligen zentralen Themen und Kompetenzen können individuelle Schwerpunkte gesetzt werden.
S.2 
 
S.5
 
S.7
 
S.9
 
S.9
 
S.11
  
1. Thema der Unterrichtsreihe: Sowjetunion und USA: Neue weltpolitische Koordinaten (12 Unterrichtsstunden)
 
1.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
1.1.1       1.1.1       Russische Revolution und Sowjetunion – Sozialistischer Weg der Zukunftsgestaltung
 
1.1.2 Die USA – Weltmacht in demokratischer Tradition
 
2. Thema der Unterrichtsreihe: Die Weimarer Republik: Anfang und Ende der ersten deutschen Demokratie (14 Unterrichtsstunden)
2.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
3. Thema der Unterrichtsreihe: Vergangenheit, die nicht vergeht – Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg (20 Unterrichtsstunden)
3.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
4. Thema der Unterrichtsreihe: Die Neuordnung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg (6 Unterrichtsstunden)
4.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
5. Thema der Unterrichtsreihe: Deutschland nach 1945: Ein Volk – zwei Geschichten (12 Unterrichtsstunden)
5.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
6. Thema der Unterrichtsreihe: Die weltpolitische Wende und die deutsche Einheit (6 Unterrichtsstunden)
6.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
optional/Einbindung in die verbindlichen Unterrichtsreihen:
 
7. Thema der Unterrichtsreihe: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen
7.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
 
 
Inhalt (Aufschlüsselung in zentrale Themen und Kompetenzen)
 
1. Thema der Unterrichtsreihe: Sowjetunion und USA: Neue weltpolitische Koordinaten
 
1.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
 
1.1.1 Russische Revolution und Sowjetunion – Sozialistischer Weg der Zukunftsgestaltung
Þthematische Lerneinheiten:
  • Kapitelauftakt Sowjetunion und USA: Neue weltpolitische Koordinaten – Ein Überblick
  • 1917 – Revolution in Russland
  • Sozialistisch-kommunistisch: Der neue Zukunftsentwurf für Russland
  • Gesellschaftsordnung Die Bolschewiki sichern ihre Macht
  • Sozialistische Idee und sowjetische Wirklichkeit
Merkmal 1: Die stalinistische Ideologie; Erweiterung 1: Politische Ordnung und Herrschaftssicherung 
Merkmal 2: Kollektivierung und Industrialisierung; Erweiterung 2: Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung
Merkmal 3: Terror und Verfolgung; Erweiterung 1: Politische Ordnung und Herrschaftssicherung
Merkmal 4: Totalitäre Herrschaft
Merkmal 5: Der Personenkult; Erweiterung 1: Politische Ordnung und Herrschaftssicherung
  • Bilanz: Die weltpolitische Bedeutung der Oktoberrevolution
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler...
  • ordnen historisches Geschehen in einem ersten Überblick chronologisch, räumlich und sachlich-thematisch ein.
  • benennen das kommunistische Sowjetsystem und die kapitalistische Demokratie als konkurrierende Gesellschaftssysteme.
  • beschreiben Denkmäler als Ausdruck von zwei Ordnungskonzepten mit globalem Geltungsanspruch.
  • benennen die Russische Revolution von 1917 als Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung.
  • beschreiben und strukturieren anhand eines darstellenden Textes die Russische Revolution hinsichtlich Ursachen, Trägern, Zielen, Verlauf, und Ergebnissen.
  • stellen historische Sachverhalte problemorientiert und adressatengerecht medial dar und präsentieren diese vor der Klasse.
  • nutzen Text- und Bildquellen zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung.
  • analysieren die sozialistisch-kommunistische Gesellschafts- und Staatsordnung in Russland und urteilen aus der Perspektive der Zeit.
  • entwickeln Deutungen auf der Basis von Quellen und wechseln die Perspektive, sodass diese Deutungen auch den zeitgenössischen Hintergrund erfassen.
  • formulieren zeitgenössische Sichtweisen zu den Ergebnissen der Russischen Revolution.
  • benennen den „Stalinismus“ als zentrales Herrschaftssystem in der Sowjetunion nach Lenins Tod.
  • stellen die Merkmale des Stalinismus problemorientiert und adressatengerecht dar und präsentieren sie.
  • ordnen die Person Stalins chronologisch und thematisch ein.
  • analysieren charakteristische Merkmale der stalinistischen Ideologie.
  • beschreiben die charakteristischen Merkmale von Kollektivierung und Industrialisierung.
  • analysieren Kollektivierung und Industrialisierung im Hinblick auf beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen.
  • thematisieren Alltagshandeln in historischer Perspektive.
  • beurteilen die Handlungsoptionen, die Frauen in der sozialistischen Gesellschaft hatten, berücksichtigen in ihrem Urteil die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt und entwickeln aus ihrem Wissen und ihren Einsichten über Rollenerwartungen in der Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart.
  • benennen den Terror als charakteristisches Merkmal des stalinistischen Herrschaftssystems.
  • formulieren in Ansätzen begründete Werturteile.
  • beschreiben und erläutern charakteristische Merkmale des Fachbegriffs „totalitäre Herrschaft“.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme aus Propagandaplakaten.
  • beurteilen die Funktion der Propagandaplakate hinsichtlich ihrer ideologischen Implikationen.
  • benennen den Personenkult als charakteristisches Merkmal totalitärer Herrschaftsordnungen (hier des stalinistischen Herrschaftssystems).
  • wenden elementare Schritte der Interpretation von Sekundärliteratur an.
 
 
 
1.1.2 Die USA – Weltmacht in demokratischer Tradition
 
Þthematische Lerneinheiten: 
  • Die USA – Weltmacht in demokratischer Tradition
  • Die USA und Europa - Der Kriegseintritt: Die Welt für die Demokratie sicher machen – Motive und langfristige Perspektiven der USA
  • 300 Jahre amerikanische Geschichte im Zeitraffer:
    • Station 1: Auswanderer besiedeln die Neue Welt – ihr Denken prägt Amerika
    • Station 2: Amerika wird unabhängig – Gleichheit, Freiheit und das Streben nach Glück
    • Station 3: „Westward, Ho!“ – Ausdehnung und Wagemut als Grunderfahrung
    • Station 4: Der Bruderkrieg Nord gegen Süd – für die Einheit des Landes, für Freiheit und Demokratie
    • Station 5: Die USA werden Wirtschaftsgroßmacht – Das Recht auf Eigentum und Gewinnstreben als Grundlage
    • Station 6: Die Freiheitsnation wird politische Großmacht – Ausdehnung als göttlicher Wille
  • Ideologien – weltpolitische Koordinaten des 20. Jahrhunderts
 
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler...
  • entnehmen einer zeitgenössischen Zeichnung Informationen und Erkenntnisse zum Selbstverständnis der USA im Jahre 1917.
  • entnehmen einem darstellenden Text fragegeleitet zentrale Informationen.
  • wenden Fachbegriffe (Isolationismus, Interventionismus) sachgerecht an.
  • beschreiben Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten der amerikanischen Außenpolitik in der Vor- und Weltkriegsphase und benennen den Kriegseintritt der USA 1917 als Ereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung.
  • entwickeln Deutungen auf der Basis einer schriftlichen Quelle (Wilson-Rede) und erfassen dabei den zeitgenössischen Hintergrund: Rechtfertigung einer Intervention.
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten im Zusammenhang.
  • nutzen darstellenden Text sowie verschiedene Materialien zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung.
  • beschreiben Personen (die ersten Siedler) und benennen charakteristische Merkmale der frühen amerikanischen Gesellschaft.
  • beurteilen die Besiedlung unter dem Gesichtspunkt der Folgen (Konfrontation der Kulturen, Prägung des Selbstverständnisses).
  • beschreiben anhand eines darstellenden Textes wesentliche Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten.
  • entwickeln Deutungen auf der Basis einer Kernquelle (Unabhängigkeitserklärung) und erfassen den zeitgenössischen Hintergrund.
  • erklären die amerikanische Verfassung anhand eines Schaubilds.
  • analysieren und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen.
  • entnehmen unterschiedlichen Materialien (Karte, Gemälde, Foto) methodengerecht Informationen und Erkenntnisse.
  • beschreiben Entwicklung und charakteristische Merkmale der Westausdehnung.
  • erfassen unterschiedliche Perspektiven und wechseln die Perspektive, um den zeitgenössischen Hintergrund und die Sichtweise anderer angemessen zu erfassen.
  • beurteilen Sachverhalte in Hinblick auf Interessenbezogenheit und ideologische Implikationen (Erschließung des Kontinents als amerikanische Urerfahrung vs. Ausrottung der Indianer).
  • entnehmen darstellendem Text und einer Textquelle wesentliche Informationen, um die Entwicklungen und Umbrüche im Verhältnis der Einzelstaaten sowie den amerikanischen Bürgerkrieg in seinem komplexen Ursachen- und Wirkungsgeflecht zu erklären.
  • unterscheiden dabei zwischen Ursache und Wirkung, Voraussetzung und Folge (Ursachen, Anlass, Verlauf, Folgen des Bürgerkriegs).
  • analysieren und beurteilen Sachverhalte in Hinblick auf beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen (Sicherung der Einheit, Kriegsfolgen im Süden, formale Gleichheit, soziale Benachteiligung).
  • beschreiben und erklären wesentliche Entwicklungen (Aufstieg der USA zur Weltwirtschaftsmacht, Ursachen und Wirkungen) sowie charakteristische Merkmale des amerikanischen Wirtschaftssystems.
  • analysieren und beurteilen Sachverhalte, hier die wirtschaftliche Entwicklung, problemorientiert im Hinblick auf Interessenbezogenheit und Nebenfolgen (Industrialisierung und ökonomische Expansion vs. soziale Ungleichheit und Human-Kosten).
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten (von der Kolonie zur imperialen Macht).
  • analysieren und beurteilen Sachverhalte in Hinblick auf Interessenbezogenheit und ideologische Rechtfertigung (amerikanischer Imperialismus als göttlicher Auftrag).
  • verwenden geeignete sprachliche Mittel zur Verdeutlichung zeitgenössischer Vorstellungen sowie zur sprachlichen Distanzierung und Darlegung von Sachurteilen (Reproduktion des Selbstverständnisses, analytische Hinterfragung der verschwiegenen Interessen).
  • recherchieren selbstständig weitere Informationen im Buch.
  • ordnen historisches Geschehen, Strukturen und Personen grobchronologisch und sachlich ein.
  • benennen und erläutern Schlüsselereignisse, Personen und charakteristische Merkmale des 20. Jahrhunderts.
 
 
2. Thema der Unterrichtsreihe: Die Weimarer Republik: Anfang und Ende der ersten deutschen Demokratie
2.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
Þthematische Lerneinheiten: 
  • Kapitelauftakt Zukunftsentwurf Demokratie – Ein Überblick
  • Herbst 1918 – Niederlage und Revolution
  • Der 9. November – Die Republik wird zweimal ausgerufen …
  • Die demokratische Republik setzt sich durch
  • Anfang vom Ende? – Lastendruck eines hoffnungsvollen Neuanfangs
  • Die Weimarer Verfassung – ein Fortschritt mit verhängnisvollen Schwächen
  • Parteien – zerstrittene Akteure auf der neuen demokratischen Bühne
  • Zukunftshypothek: Der lange Schatten von Versailles
  • Die neue Republik hat nicht nur Freunde „Republik ohne Republikaner“ – Was erzählen Wahlplakate?
  • Deutschland 1923: Die junge Republik in einer Mehrfachkrise
  • „Zwischenhoch“: Die „Goldenen Zwanziger“
  • Alltägliches Leben in der Krise – Die Weimarer Republik in der Weltwirtschaftskrise
  • Wahlen und Wählerverhalten in der Krise – Welche Partei profitierte?
  • Die NSDAP – die willige Partei des „Verführers“ Hitler Adolf Hitler – Ein Agitator redet und zieht in den Bann
  • „Ein Plakat soll Ideen vermitteln“ – Wie NS Propaganda funktionierte
  • Die Republik überlässt ihren Gegnern die Macht: Hitler wird Reichskanzler
  • Warum Hitler? – Historiker urteilen
 
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
 
Die Schülerinnen und Schüler...
  • unterscheiden in einem ersten Überblick Phasen der Weimarer Republik und benennen Schlüsselereignisse.
  • entnehmen in diesem Zusammenhang zeitgenössischen Bildquellen ergänzende Informationen und Erkenntnisse.
  • entnehmen einem darstellenden Text fragegeleitet Informationen.
  • beschreiben Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten beim Übergang vom Kaiserreich zur Weimarer Republik.
  • stellen historische Sachverhalte und Zusammenhänge strukturiert dar und präsentieren sie.
  • entwickeln Deutungen auf der Basis kontroverser Reden (Scheidemann / Liebknecht), erfassen kontroverse Standpunkte und wechseln die Perspektive.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte, um Politikmodelle (Parlamentarische Demokratie vs. Rätedemokratie) zu erläutern.
  • gestalten die historische Entscheidungssituation des 9. November in Form eines „Extrablatts“ nach.
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten zwischen November 1918 und Februar 1919 im Zusammenhang.
  • analysieren, beschreiben und erläutern historische Zusammenhänge und Entwicklungen (Belastungsfaktoren der Weimarer Republik in der Anfangsphase).
  • analysieren und beurteilen Sachverhalte im Hinblick auf Interessenbezogenheit und ideologische Implikationen.
  • unterscheiden zwischen Ursache und Wirkung, Voraussetzung und Folge.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus einem Schaubild und einer Textquelle zur Weimarer Reichsverfassung.
  • analysieren und beurteilen die Weimarer Verfassung im Hinblick auf beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen.
  • beschreiben Zusammenhänge zwischen Vergangenheit (Weimarer Verfassung) und Gegenwart (Grundgesetz) unter dem Aspekt der Gemeinsamkeiten wie auch der historischen Differenz.
  • stellen ihre Ergebnisse mit einem Plakat adressatengerecht dar.
  • setzen sich mit einem historisch begründeten Orientierungsangebot (These des Historikers Hagen Schulze) auseinander.
  • entwickeln Deutungen (Milieu- und Weltanschauungsparteien, geringe Kooperationsbereitschaft, fehlendes Bewusstsein der demokratischen Bedeutung, Einflussverlust der Weimarer Koalition aus SPD / DDP /Zentrum) und bereiten sie für eine Präsentation auf.
  • analysieren und beurteilen zeitgenössische und moderne Stellungnahmen zur Wirkung des Versailler Vertrages.
  • beurteilen den Versailler Vertrag im Hinblick auf beabsichtigte und unbeabsichtigte Nebenfolgen.
  • benennen antidemokratisches Denken großer Teile der Bevölkerung als charakteristisches Merkmal der Weimarer Republik.
  • vergleichen und gewichten das Handeln und Denken der Gegner und Skeptiker der Weimarer Republik im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen.
  • entwickeln und diskutieren Hypothesen.
  • benennen unter Auswertung darstellender Texte sowie unterschiedlicher Materialien Schlüsselereignisse, Personen und charakteristische Merkmale des Krisenjahres 1923.
  • beschaffen selbstständig zusätzliche Informationen aus dem Internet.
  • thematisieren Alltagshandeln in historischer Perspektive und gewichten das politische Denken und Handeln von Menschen im zeitgenössischen Kontext.
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen und Umbrüche (Modernisierungsleistungen) der 1920er- Jahre im Zusammenhang.
  • entnehmen zeitgenössischen Fotos sowie darstellendem Text und einer Textquelle Informationen zum Lebensalltag während der Weltwirtschaftskrise, stellen Verbindungen her und erklären Zusammenhänge.
  • thematisieren Alltagshandeln in historischer Perspektive bzw. schildern den Lebensalltag im Kontext der zeitgenössischen Bedingungen der Weltwirtschaftskrise.
  • benennen die Weltwirtschaftskrise als Schlüsselereignis, das dramatische Entwicklungen und Umbrüche zur Folge hatte.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte, um anhand von Diagrammen und Statistiken zu den Reichstagswahlergebnissen, unterstützt durch Sekundärliteratur, Erkenntnisse zu gewinnen.
  • analysieren und gewichten ansatzweise das Handeln (Wahlverhalten) von Menschen im zeitgenössischen Kontext.
  • entnehmen zeitgenössischen Fotos Informationen zur propagandistischen Wirkung Hitlers.
  • wenden grundlegende Arbeitschritte zur Interpretation einer politischen Rede an, analysieren auf dieser Basis das propagandistische Handeln Hitlers und entwickeln Deutungen, die auch den zeitgenössischen Hintergrund erfassen.
  • vergleichen eigene Deutungen mit Argumenten aus fachwissenschaftlichen Deutungen.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zu sach- und fachgerechten Informationsentnahme und Erkenntnisgewinnung aus Wahlplakaten der NSDAP.
  • analysieren und beurteilen NS-Propaganda im Hinblick auf Interessenbezogenheit (beabsichtigte Wirkungen), Folgen für die Weimarer Republik und ideologische Implikationen.
  • stellen anhand von darstellendem Text wesentliche Entwicklungen und Umbrüche zwischen 1930 und 1933 im Zusammenhang dar.
  • analysieren und beurteilen diese Entwicklungen sowie das Handeln der Menschen im Hinblick auf Interessenbezogenheit und Folgen sowie im Kontext zeitgenössischer Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit.
  • benennen den 30. Januar 1933 als Schlüsselereignis von weltgeschichtlicher Bedeutung.
  • analysieren auf der Basis einer methodischen Anleitung historische Darstellungen und Deutungen zur Machtübernahme durch Hitler.
  • diskutieren und beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet.
 
3. Thema der Unterrichtsreihe: Vergangenheit, die nicht vergeht – Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
3.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
Þthematische Lerneinheiten:
  • Kapitelauftakt Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg – Ein Überblick
  • Die Errichtung der Diktatur (1933/34)
  • Fackelzüge überall ... Die ersten Monate des Jahres 1933 in Städten und Gemeinden
  • Der zweite Aufstieg des Nationalsozialismus: 1933-39
  • Der Ausschluss aus der „Volksgemeinschaft“
  • Warum stimmten immer mehr Menschen Hitler zu?
  • Fachwissenschaftler urteilen: Menschen im Krieg
  • Das Kriegsgeschehen im Überblick
  • Der Krieg im Osten – ein Krieg wie jeder andere?
  • Holocaust – von der Verfolgung zum Völkermord (1939 – 1945)
  • Völkermord – Täter und Opfer
  • Der Krieg geht verloren – Was verlieren die Menschen?
  • Die Nazis an der Macht – und wie verhielten sich die Deutschen?
  • Widerstand im Dritten Reich: Motive und Formen
  • Auseinandersetzung mit der Vergangenheit: Waren die Deutschen schuldige Täter oder unschuldige Opfer? 
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler...
  • ordnen die NS-Diktatur zeitlich und räumlich ein und gewinnen einen thematischen Zugriff.
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen im Zusammenhang und benennen Schlüsselereignisse und charakteristische Merkmale aus der Anfangsphase der NS-Diktatur.
  • analysieren und beurteilen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer Zeit und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit.
  • beschaffen selbstständig Informationen an einem außerschulischen Lernort, z.B. im Archiv der Heimatgemeinde. 
  • wenden einen historischen Fachbegriff („Volksgemeinschaft“) sachgerecht an.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur sach- und fachgerechten Informationsentnahme aus darstellenden Texten und unterschiedlichen Materialien.
  • recherchieren selbstständig ergänzende Informationen im Internet.
  • formulieren anhand historischer Fallbeispiele (in Ansätzen) ein Werturteil zur Ausgrenzung von Menschen aus der Gemeinschaft und entwickeln aus ihrem Wissen und ihren Einsichten über die Vergangenheit Konsequenzen für die Gegenwart.
  • stellen einen historischen Sachverhalt problemorientiert und adressatengerecht dar.
  • wissen, dass es sich bei der Darstellung von Geschichte um eine Deutung handelt.
  • analysieren anhand von zwei Texten der Sekundärliteratur (in ersten Ansätzen) historische Darstellungen und historisch begründete Orientierungsangebote.
  • erfassen unterschiedliche Standpunkte und geben sie zutreffend wieder.
  • beurteilen Argumente aus historischen Deutungen kriteriengeleitet und formulieren eine eigene Einschätzung.
  • nutzen Bildquellen zur Erkenntnisgewinnung.
  • thematisieren das Handeln von Menschen in der historischen Extremsituation des Krieges.
  • ordnen historisches Geschehen, Strukturen und Personen grobchronologisch, räumlich und sachlich / thematisch ein.
  • stellen das Kriegsgeschehen problemorientiert und adressatengerecht medial dar und präsentieren ihre Arbeitsergebnisse.
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen, Umbrüche und Kontinuitäten.
  • entwickeln auf dieser Basis Deutungen und wechseln die Perspektive bzw. erfassen unterschiedliche Perspektiven (Täter und Opfer) und geben sie zutreffend wieder.
  • analysieren in ersten Ansätzen ein historisches Erklärungsmuster / Orientierungsangebot (Wehler).
  • analysieren historische Sachverhalte und beurteilen sie aus zeitgenössischer und heutiger Perspektive.
  • thematisieren Alltagshandeln in historischer Perspektive.
  • wenden einen grundlegenden historischen Fachbegriff („Widerstand“) sachgerecht an.
  • stellen einen Sachverhalt mithilfe einer Clusterstruktur dar.
  • benennen Personen und Gruppen, die gegen das Nazi-Regime Widerstand geleistet haben.
  • formulieren Fragestellungen, entwickeln und überprüfen Hypothesen.
  • unterscheiden Merkmale von Materialien und schätzen den Aussagewert verschiedener Materialsorten ein.
  • analysieren, vergleichen und gewichten (in Ansätzen) das Handeln von Menschen (Widerstandskämpfer) im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen und im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit und formulieren ein begründetes Urteil (prüfen eine mögliche Vorbildlichkeit).
  • formulieren (in Ansätzen) begründete Werturteile.
  • beschreiben Zusammenhänge zwischen Vergangenheit und Gegenwart („Vergangenheit, die nicht vergeht“) und berücksichtigen in ihrem Urteil die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt.
 
4. Thema der Unterrichtsreihe: Die Neuordnung der Welt nach dem Zweiten Weltkrieg
4.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
Þthematische Lerneinheiten:
  • o        Die Neuordnung der Welt nach 1945 – Ein Überblick
  • Die Idee der „Einen Welt“ und die Vereinten Nationen
  • Die UN – wie ein Zeitgenosse urteilte …
  • Eine Welt – zwei Perspektiven
  • Die Grundmerkmale des Ost-West-Konfliktes
  • Schlüsselereignisse im Ost-West-Konflikt
  • Die Kuba-Krise
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler...
  • ordnen historisches Geschehen in einem ersten Überblick chronologisch, räumlich und sachlich-thematisch ein.
  • entnehmen einem darstellenden Text und einem Schaubild Informationen.
  • beschreiben eine historische Entwicklung im Zusammenhang.
  • nutzen grundlegende Arbeitsschritte zur Informationsentnahme aus Karikaturen.
  • entwickeln Deutungen auf der Basis von Quellen.
  • entnehmen einem Darstellungstext zentrale Aussagen.
  • ordnen den Ost-West-Konflikt bzw. seinen Verlauf / seine Phasen chronologisch ein, benennen Schlüsselereignisse und charakteristische Merkmale und beschreiben seine Entwicklung im Zusammenhang.
  • stellen den Ost-West-Konflikt problemorientiert und adressatengerecht in einem Cluster dar, präsentieren und diskutieren ihre Lösungen.
  • benennen Schlüsselereignisse des Ost-West-Konflikts, stellen diese langfristige historische Entwicklung medial dar und präsentieren sie.
  • beschreiben und erläutern die Kuba-Krise als Schlüsselereignis des Ost-West-Konflikts und unterscheiden dabei zwischen Begründung und Behauptung sowie Ursache und Wirkung.
 
5. Thema der Unterrichtsreihe: Deutschland nach 1945: Ein Volk – zwei Geschichten
5.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
Þthematische Lerneinheiten:
  • Deutschland nach 1945: Ein Volk, zwei Geschichten – Ein Überblick
  • Deutschland – ein zerstörtes Land
  • „Stunde Null“?
  • Was wird aus Deutschland?
  • Die „Entnazifizierung“ – ein Weg aus der Vergangenheit?
  • Die Bundesrepublik Deutschland – ein Erfolgsmodell?
  • Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland – aus Erfahrung klug?
  • Die „Soziale Marktwirtschaft“ und ihre Folgen
  • Die Westintegration
  • 1961 – Die Mauer
  • 1968 – Protest!
  • Normalisierung oder Verrat? Der Streit um die „Ostpolitik“
  • Typisch Frau? Frauenbilder in der Geschichte der Bundesrepublik
  • 1977 – Der Herbst des Terrorismus
  • 1982: Die „Wende“ – mehr als ein Regierungswechsel?
  • Der ostdeutsche Staat – Wie sah die Alternative aus?
  • Was heißt hier Demokratie? – Die „sozialistische Demokratie“
  • Die „Planwirtschaft“ – eine Idee und ihre Folgen
  • Politik und Alltag in der DDR – Propaganda oder Realität?
  • „Schild der Partei“ – die Stasi 
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler...
  • ordnen historisches Geschehen in einem ersten Überblick chronologisch, räumlich und sachlichthematisch ein.
  • entnehmen einem darstellenden Text fragegeleitet Informationen.
  • benennen charakteristische Merkmale der unmittelbaren Nachkriegszeit und thematisieren Alltagshandeln in historischer Perspektive.
  • entwickeln Deutungen auf der Basis von Quellen und wechseln die Perspektive, sodass der zeitgenössische Hintergrund und die Sichtweisen anderer angemessen erfasst werden.
  • beschreiben wesentliche Umbrüche im Zusammenhang.
  • wenden grundlegende historische Fachbegriffe sachgerecht an.
  • stellen die historischen Sachverhalte problemorientiert medial dar und präsentieren sie.
  • untersuchen und beurteilen Sachverhalte im Hinblick auf beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen.
  • informieren sich anhand einer Quelle und eines darstellenden Textes über wichtige Bestimmungen des Grundgesetzes.
  • beschreiben und erläutern auf dieser Basis ein Schaubild zum Staatsaufbau der BRD.
  • beschreiben Zusammenhänge zwischen Vergangenheit (Weimarer Verfassung) und Gegenwart (Grundgesetz) unter dem Aspekt der Gemeinsamkeiten, aber auch der historischen Differenz.
  • benennen die Westintegration als Schlüsselgeschehen und analysieren sie im Blick auf Interessenbezogenheit sowie beabsichtigte und unbeabsichtigte Folgen.
  • thematisieren anhand von Text- und Bildmaterialien Alltagshandeln in historischer Perspektive.
  • formulieren in Ansätzen ein Urteil aus heutiger Sicht.
  • nutzen Text und Abbildungen zur fragegeleiteten Informationsentnahme und analysieren den Mauerbau im Hinblick auf Interessenbezogenheit und Folgen.
  • unterscheiden dabei zwischen Begründung und Behauptung, Ursache und Wirkung, Voraussetzung und Folge.
  • benennen den Bau der Mauer als Schlüsselereignis und ordnen es in den historischen Zusammenhang ein.
  • beschreiben wesentliche Entwicklungen und Umbrüche im Zusammenhang.
  • analysieren, vergleichen und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen.
  • beschreiben Zusammenhänge zwischen der Frauenbewegung der 1970er-Jahre und der Gegenwart unter dem Aspekt der Gemeinsamkeiten, aber auch der historischen Differenz.
  • untersuchen und gewichten in Ansätzen das Handeln von Menschen im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit
  • ordnen die „Wende“ von 1982 chronologisch und thematisch ein.
  • untersuchen Schlüsselereignisse und charakteristische Merkmale des Alltags in der „sozialistischen Gesellschaft“.
  • unterscheiden dabei zwischen Vorstellung (Propaganda) und Wirklichkeit.
  • untersuchen einen historischen Fall anhand von Quellen und beurteilen das Handeln von Menschen im Kontext ihrer zeitgenössischen Wertvorstellungen.
  • prüfen, ob der erreichte Wissensstand als Basis für ein Urteil zureichend ist, formulieren begründete Werturteile und revidieren diese ggf. zugunsten besser begründbarer Urteile.
  • benennen das Stasi-System als charakteristisches Merkmal der SED-Herrschaft.
 
 
6. Thema der Unterrichtsreihe: Die weltpolitische Wende und die deutsche Einheit
6.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
Þthematische Lerneinheiten: 
  • Die weltpolitische Wende und die deutsche Einheit – Ein Überblick
  • Die Stationen auf dem Weg zur Lösung des Ost-West-Konfliktes
  • Die Ursachen der Auflösung des Ost-West-Konfliktes
  • Die „Friedliche Revolution“ in der DDR
  • Wie reagieren die Siegermächte?
  • „Schau an, die Einheit …“ Was bedeuten uns die Ereignisse des Jahres 1989/90 heute?
 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten:
Die Schülerinnen und Schüler...
  • ordnen historisches Geschehen in einem ersten Überblick chronologisch, räumlich und sachlich-thematisch ein.
  • entnehmen darstellendem Text fragegeleitet Informationen.
  • erläutern historisches Geschehen chronologisch und thematisch geordnet, benennen dabei Schlüsselereignisse und Personen und stellen wesentliche Entwicklungen und Umbrüche im Zusammenhang dar.
  • stellen historische Sachverhalte problemorientiert dar.
  • analysieren historische Darstellungen bzw. historisch begründete Orientierungsangebote und erfassen unterschiedliche Perspektiven.
  • beschreiben wesentliche Umbrüche im Zusammenhang.
  • interpretieren Textquellen und erfassen auf dieser Basis kontroverse Standpunkte.
  • wechseln die Perspektive, sodass der zeitgenössische Hintergrund und die Perspektive anderer angemessen erfasst werden.
  • verwenden geeignete sprachliche Mittel zur Verdeutlichung zeitgenössischer Vorstellungen.
  • untersuchen und gewichten das Handeln von Menschen im Spannungsfeld von Offenheit und Bedingtheit.
  • wissen, dass es sich bei der Darstellung von Geschichte um eine Deutung handelt, und entwickeln eigene Deutungen im Blick auf die Leitfrage.
  • berücksichtigen dabei aufgrund ihres Wissens und Ihrer Einsichten über die Vergangenheit die historische Bedingtheit der eigenen Lebenswelt.
 
 
Optional bzw. Einbindung in die obligatorischen Themen:
 
7. Thema der Unterrichtsreihe: Was Menschen früher voneinander wussten und heute voneinander wissen
7.1 Überblick über zentrale Themen und Kompetenzen
Þthematische Lerneinheiten: 
ÞZentrale Kompetenzen und Schüleraktivitäten: