Allg. Grundsätze der Arbeit in der Erprobungsstufe /
Die
Erprobungsstufeam Dietrich –
Bonhoeffer – Gymnasium
Allgemeine Grundsätze der Arbeit in der
Erprobungsstufe
Der Bildungsgang der Sekundarstufe I am Gymnasium sieht drei
unterschiedlich akzentuierte pädagogische Einheiten vor, die
jeweils zwei Jahrgangsstufen umfassen.
Der Übergang von der Grundschule in das Gymnasium hat für
Schülerinnen und Schüler bedeutsame Veränderungen zur Folge:
Sie kommen in eine größere Schule mit einem anderen
Schulumfeld, werden Teil einer Schulgemeinschaft mit z. T.
sehr viel älteren Mitschülerinnen und Mitschülern und
begegnen einem ausgeprägten Fachlehrersystem.
Als Zeitraum der Erprobung, Förderung und Beobachtung ohne
Versetzung zwischen den Jahrgangsstufen 5 und 6 bedarf die
Erprobungsstufe einer Koordinierung sämtlicher pädagogischer
Maßnahmen. Wichtige Aspekte unserer pädagogischen Arbeit sind
die Unterstützung und Förderung des Selbstvertrauens, der
unterschiedlichen individuellen Begabungen und der sozialen
Kompetenz unserer Schülerinnen und Schüler.
Gerade hier rufen die in der Erprobungsstufe unterrichtenden
Lehrer sich ins Bewusstsein: Wir unterrichten keine Fächer,
sondern Kinder. Ein solcher Unterricht lebt von der Spannung,
mit der ein Kind Neues erwartet und aufnehmen will, ohne den
Notendruck in den Vordergrund zu stellen.
Da der Übergang von der Grundschule ohnehin eine große
Umstellung bedeutet, sind wir bemüht, den Unterricht auf
möglichst wenige Lehrkräfte zu konzentrieren und
Lehrerwechsel innerhalb der Stufe zu vermeiden. Auch die
Hausaufgabenbetreuung und die Förderstunden werden von den in
der Klasse unterrichtenden Lehrer/innen erteilt. Ferner
werden bestehende Freundschaften bei der Zuweisung in die
Klassen berücksichtigt, sofern dies gewünscht wird. Beim
Anmeldegespräch spielen auch diese Überlegungen eine Rolle.
In 6 Erprobungsstufenkonferenzen wird der Werdegang der
Kinder verfolgt. Zur ersten Konferenz werden auch die
Grundschullehrer/innen eingeladen, damit die Entwicklung der
Kinder noch besser begleitet werden kann.
Die Verweildauer in der Erprobungsstufe beträgt höchstens
drei Jahre, hierbei kann die Klasse 5 einmal freiwillig
wiederholt werden. Am Ende der Erprobungsstufe erfolgt die
Entscheidung, ob eine Schülerin oder ein Schüler
gymnasialfähig ist. Die Versetzungsentscheidung in die Klasse
7 bedeutet dann die endgültige Aufnahme in das Gymnasium.
Sollte sich die Entscheidung für das Gymnasium als nicht
richtig für das Kind erweisen, wird zusammen mit den Eltern
versucht, eine geeignete Schulform zu finden.
Von der Grundschule zum
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium
° Erste Kontaktaufnahme in den vierten
Klassen der Grundschulen durch unsere Erprobungs-
stufenkoordinatorin Frau Korfmacher
stufenkoordinatorin Frau Korfmacher
° Vorstellung der Schule am Tag der Offenen
Tür (Ende November)
° Weitere Schulführungen bzw. Hospitationen
am Unterricht nach Absprache mit unserem
Schulleiter Herrn Klein
Schulleiter Herrn Klein
° Kennenlernnachmittag vor den Sommerferien
° Begrüßung unserer neuen Schülerinnen und
Schüler am ersten Schultag um 11.00 Uhr:
Kennenlernen der Klassenkameradinnen und –kameraden, der
Klassenräume und der Klassen-
lehrer/innen
lehrer/innen
° Projekttage mit der Klassenleitung zur
Einführung in unser schulisches Leben und Arbeiten:
Schulrallye, Einrichtung der Klassenräume, Spiele zum Kennenlernen, Klassenaufgaben, Organi-
sation des Schulvormittags, u.s.w.
Schulrallye, Einrichtung der Klassenräume, Spiele zum Kennenlernen, Klassenaufgaben, Organi-
sation des Schulvormittags, u.s.w.
° Kennenlern- und Unterstufenfest gemeinsam
mit Eltern, Lehrern, Schülern und den SV – Paten
Ein Wort an die Eltern
Die Klassenlehrer der 5. Klassen sehen sich vor die
anspruchsvolle Aufgabe gestellt, Interessen, Erwartungen,
Vorstellungen, Rechte und Pflichten von Schülern, Eltern und
Lehrern wahrzunehmen und umzusetzen, um das Ziel der
Erprobungsstufe, Förderung und Hilfestellung für die weitere
Schullaufbahn (u.U. aber auch die dringende Empfehlung des
Schulwechsels) zu erreichen.
Dazu ist ein reger Austausch aller Beteiligten notwendig,
bestimmte Spielregeln müssen erarbeitet und eingehalten,
gegebenenfalls selbstverständlich auch modifiziert werden.
Jeder muss bereit sein, Verantwortung zu übernehmen, sich zu
engagieren, Leistung zu erbringen - möglichst in einer
Atmosphäre der Offenheit und Toleranz.
Nur der Austausch unter den Beteiligten kann sicherstellen,
dass die gewünschten Zielvor-stellungen auch umgesetzt und
erreicht werden.
Erwartungen an die Schüler
- Verantwortungsgefühl für sich und
andere
- Bereitschaft, sich einzubringen und
mitzuarbeiten
- Gegenseitige Rücksichtnahme
- Hilfsbereitschaft gegenüber
Mitschülern und
Lehrern
- Lern- und
Arbeitsbereitschaft
- Ordnung und Sauberkeit
- Pünktlichkeit
- Die für ein erfolgreiches Lernen
notwendigen
Regeln beachten
Erwartungen an die Eltern
- Unterstützung der Maßnahmen
der
Klassenlehrer
- Kontrolle der Tornister:
Unterrichtsmaterialien,
Pausenbrot
- Einsicht in das
Mitteilungsheft
- Gesprächsbereitschaft
- Einsicht in
Klassenarbeitshefte
- Effektives Informationssystem bei
nicht
erbrachten Leistungen;
Vereinbarung über
Sanktionierung
- Einbringung beruflicher Erfahrungen
ins
Schulleben
Die Arbeit des Kollegiums
Die Erziehungsarbeit der Erprobungsstufe wird vom gesamten
Kollegium unterstützt. Verfahrensweisen werden abgesprochen
und eingehalten. Dazu gehören:
- Fairer und in gewissem Maße
partnerschaftlicher
Umgang mit Schülern und
Eltern
- Hilfs- und Gesprächsbereitschaft
gegenüber
Eltern und Schülern
- Abstimmung der
Unterrichtsinhalte
- Parallelarbeiten
- Einheitliche Maßnahmen bei
Disziplinproblemen (s. Katalog
„Mittelstufe“)
- Regelmäßige Durchführung von
SV-Stunden
- Entspannungs- und
Konzentrationsübungen
Weitere Regelungen:
- Aufstehen bei Begrüßung
- Kein Essen / Kaugummi während
des
Unterrichts
- Keine Mützen oder Käppis während
des
Unterrichts
- Kontinuierliche Betreuung der
Hausaufgaben
u. der Hausaufgabenhefte, vor
allem in Klasse 5
- Schließung des Unterrichts fünf
Minuten vor dem
Gong: Gründliches Erläutern
der gestellten
Hausaufgaben
- Anregungen zu sinnvollen Formen
häuslicher
Zusammenarbeit von Schülern, bzw. Gruppen- und
Projektarbeit in der Schule
- Einübung in umweltbewusstes
Verhalten
in der Klasse
(„Mülltrennung“)