Ganztag
Was bedeutet der gebundene Ganztag für
die Klasse 6 ?
Im Rahmen des gebundenen Ganztages sind grundsätzlich 36
Wochenstunden zu vergeben. In der Klasse 5 haben wir die
durch den gebundenen Ganztag gewonnenen 5 Stunden in die
Hausaufgabenbetreuung durch die jeweiligen Fachlehrer
investiert.
Zusätzlich zur regulären Stundentafel für die Jahrgangsstufe
6 (31 Wochenstunden + 2 Ergänzungsstunden) stehen für den
gebundenen Ganztag in der neuen Klasse 6 nur drei weitere
Stunden zu Verfügung (insgesamt folglich 31 + 5).
Um diese drei Stunden für die Schüler im Sinne der
Verbesserung der Lernleistung durch Förderunterricht und
Hausaufgabenbetreuung effektiv einzusetzen, ist eine andere
pädagogische Konzeption erforderlich als in der Klasse 5, in
der im Rahmen des gebundenen Ganztages noch fünf zusätzliche
Stunden zu verteilen waren.
In der Jahrgangsstufe 6 gibt es deshalb keine Trennung mehr
in Unterricht, Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung,
sondern das Konzept der integrierten
Lernzeiten gilt fortan für alle Hauptfächer. Dies
bedeutet, dass alle Hauptfächer (D, M, E, F oder L)
grundsätzlich fünfstündig statt vierstündig unterrichtet
werden (31 + 4). Dieses führt zu einer weiteren für den
Schulerfolg der Schülerinnen und Schüler notwendigen Stärkung
der Hauptfächer. Aufgrund der Integration von Unterricht,
Förderunterricht und Hausaufgabenbetreuung in die integrierte
Lernzeit ergeben sich neue und flexiblere Möglichkeiten der
Rhythmisierung. Die Handhabung der Hausaufgabenbetreuung wird
so ebenfalls einfacher und flexibler, da sie je nach Bedarf
innerhalb der integrierten Lernzeit erfolgt und
dementsprechend direkt vom jeweiligen Fachlehrer
beaufsichtigt und mit ihm besprochen wird.
Integrierte Lernzeit bedeutet jedoch nicht, dass ganz auf das
häusliche Lernen verzichtet werden kann. An den Tagen ohne
gebundenen Ganztag kann es pädagogisch durchaus geboten sein,
einzelne Inhalte vor bzw. nachzuarbeiten.
Die verbleibende weitere Stunde soll im ersten Halbjahr als
Klassenleiterstunde dienen (Schulung der sozialen und
methodischen Kompetenzen) und im zweiten Halbjahr in der neu
einsetzenden Fremdsprache (F oder L) zur Förderung und
Vertiefung eingesetzt werden. Diese Aufteilung bietet die
Möglichkeit, den verschiedenen Bildungsaufträgen von Schule
gerecht zu werden. Zudem wird den Schülern so der Einstieg in
die zweite Fremdsprache erleichtert, da sich im Rahmen der
dann sechsstündigen Lernzeit in der neu einsetzenden
Fremdsprache noch mehr Möglichkeiten des Übens und Förderns
bieten.